Nach Fort Williams fuhren wir durch eine mystische Landschaft bis nach Mallaig, einem kleinen Küstenstädtchen ganz im Westen. Von dort sollte es am nächsten Morgen mit der Fähre auf die Insel Skye gehen. Wir fanden einen Schlafplatz mit Blick auf den Hafen und kochten uns im Auto eine Portion Mexican Fajita. Glücklicherweise erwischten wir am nächsten Morgen ohne Anmeldung noch einen Platz auf der Fähre. Kaum waren wir auf Skye angekommen, begrüßte uns ein Platzregen aus den grauen Wolken, der allerdings den ganzen Tag anhielt. Wir gönnten uns eine leckere Pizza in einem gemütlichen Café und machten uns dann auf den Weg Richtung Egol im Südwesten der Insel, unserem Ausgangspunkt für die bevorstehende Tour.

So stark wie es am Vortag geregnet hatte, hätten wir eigentlich nicht mit gutem Wetter gerechnet, doch als und Morgens die Sonne ins Auto lachte, waren wir voll motiviert. Eine Zweitagestour im Südwesten der Insel, inmitten der wilden Black Cuillin Hills, sollte es diesmal sein. Bei tollem Wetter ging’s los und nach kurzer Zeit gelangten wir an einen weiten, fast schon malerischen Strand. Auf der einen Seite erwartete uns der liebliche Blick auf das blaue Meer, auf der anderen Seite erwartete uns eine raue, märchenhafte Bergwelt. Die Kontraste hätten nicht stärker sein können.

Trotz des eigentlich guten Wetters erwischt uns hin und wieder ein Platzregen, der sich allerdings so schnell wieder verzog wie er auftauchte. Direkt an der Küste führte uns der Weg, falls man ihn als solchen Bezeichnen konnte, direkt an den Klippen in eine außergewöhnliche Bucht. Schottlands vielseitige Landschaft überraschte uns auf’s Neue und hielt neben der wunderschönen Bucht, einen See umringt von schroffen, felsigen Gipfeln für uns bereit. Der Schlafplatz ist bald gefunden, doch das Wetter zeigte sich nun von seiner wilden Seite. Heftige Böen erwischten unser Zelt und Regen peitschte gegen die dünne Zeltwand. Wenn überhaupt legte der Wind in der Nacht noch eine Schippe drauf, was uns eine unruhige Nacht bescherte.

Am nächsten Morgen brachen wir früh und traten den zweiten Teil unserer kleinen Rundtour an. Trotz des schlechten Wetters genossen wir die einsame Stille die uns umgab. Keine Menschenseele, nur wir zwei, ein paar Schafe und wider einmal ein atemberaubende Landschaft. Kurz vor Schluss begrüßte uns sogar die Sonne, sodass die nassen Sachen schnell wieder trocken waren. Etwas mitgenommen aber sehr glücklich kamen wir am Auto an und machten uns auf den Weg in den Norden der Insel.

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