Von Skye ging es in einem Tag quer durch’s Land nach Inverness. Kurz ein paar Einkäufe in der Stadt, dann zog es uns wieder raus auf’s Land. Wir fanden ein nettes Plätzchen Namens Fortrose, kauften eine riesige Portion Fish&Chips, genossen den Sonnenuntergang. Kurz darauf machten wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz, als wir auf einer der zahlreichen Single Track Roads fündig wurden. Ein schöner Platz mit Blick weitem Blick sollte es sein, also parkte ich das Auto mit der Heckscheibe in Richtung Meer, in der Hoffnung einen tollen Sonnenaufgang am nächsten Morgen zu erleben. Naja was soll ich sagen, der Plan ging irgendwie auf.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Inverness, wo wir die letzten Kleinigkeiten für unseren letzten Trip einkauften, machten wir uns auf den Weg nach Ballater inmitten des Cairngorm Nationalparks. Es war Mittags, als wir in Ballater ankamen und uns im hiesigen Outdoorshop über das Wetter erkundigten, damit wir unsere mehrtägige Tour genau planen konnten. Es war ein traumhafter Tag, kaum eine Wolke am Himmel, kaum Wind, eigentlich untypisch für das raue schottische Wetter. Der Wetterbericht für die nächsten Tage war jedoch nicht sehr vielversprechen und da wir nicht genau wussten ob wir die Tour in zwei oder drei Tagen schaffen würden, beschlossen wir spontan noch am gleichen Tag loszugehen. Wir beeilten uns, packten unsere Sachen und machten uns auf den Weg zu unserem ersten Gipfel, hinter dem wir, laut Karte, einen geeigneten Schlafplatz finden könnten. Oben angekommen, suchten wir uns in der weitläufigen Hügellandschaft gleich einen Spot am Fluss. Das Zelt war schnell aufgebaut und so hatten wir genug Zeit ein ausgiebiges Sonnenbad zu nehmen und einen gigantischen Sonnenuntergang zu bestaunen.

Als ich am nächsten Morgen meinen Kopf aus dem Zelt steckte, konnte ich nicht viel erkennen, denn alles war in tiefen Nebel gehüllt. Die Rundtour zu Ende zu bringen, kam nicht in Frage, denn ohne jegliche Anhaltspunkte hätten wir rein nach Kompass und Höhenmesser navigieren müssen, also traten wir im Nieselregen den Rückweg an. Trotz des schlechten Wetters am zweiten Tag, konnten wir die Tage jedoch sehr genießen und ein Naturschauspiel wie am ersten Abend, erlebt man nun auch nicht alle Tage.

Comments are closed.